Dienstag, 9. August 2022

Mit Laubmehl backen

 



Bei meinen Wildpflanzenwanderungen ernte ich vielfach Staunen, wenn ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erzähle, dass man aus Laub Mehl herstellen kann. 

Diese Brennnesselquiche habe ich mit einem Mürbeteig aus Dinkel- und Weißdornmehl gebacken. Linden- und Weißdornmehl sind meine geschmacklichen Favoriten, man kann jedoch auch Mehl aus den Blättern von Rotbuche, Birke oder Hasel herstellen.

Wichtig, ist es, junge Blätter zu sammeln und diese gründlich (aber nicht über 40° C) zu trocknen, das Laub muss "rascheltrocken" sein. Anschließend wird es gerebelt und kühl und lichtgeschützt aufbewahrt. Ich mahle das trockene Laub immer erst direkt vor der Verwendung in einer elektrischen Kaffeemühle oder im leistungsstarken Mixer.

10-20 % des Getreidemehls können durch Laubmehl ersetzt werden. Auf diese Weise spart man Kohlehydrate und Kalorien und erhöht gleichzeitig den Gehalt an Mineralien und Spurenelementen. Außerdem gibt Laubmehl eine schöne Farbe und einen geschmacklichen Kick.


Donnerstag, 4. August 2022

Vogelbeerenzeit

 





In diesem Jahr sind die Vogelbeeren (die Früchte der Eberesche) sehr früh reif. Sie sind roh in großen Mengen nicht genießbar, aber aufgrund ihres sehr herben Geschmacks würde auch niemand auf die Idee kommen, mehr als eine oder zwei davon zu essen. Durch Hitzeeinwirkung wird die unbekömmliche Parasorbinsäure jedoch in bekömmliche Sorbinsäure umgewandelt. Etwas milder können die Früchte auch durch Frosteinwirkung werden, man kann sie also nach der Ernte einfrieren, besonders, wenn man nicht sofort Zeit zur Verarbeitung hat.

Vogelbeeren lassen sich sehr gut zu Fruchtaufstrichen, Konfitüren oder Chutneys verarbeiten. Nachstehend das Rezept für einen Vogelbeer-Balsamico, den ich später für ein Vogelbeer-Chutney verwenden werde.


200 g für ca. 3 Tage tiefgefrorene Vogelbeeren
500 ml Balsamico
1 Vanillestange
1 getrocknete Chilischote
1 EL Kandiszucker

Früchte, Vanillestange, Chili und Kandiszucker in einem großen Ansatzglas mischen und mit dem Balsamico aufgießen. An einem warmen Ort ohne Sonneneinstrahlung für ca. 2 Wochen ziehen lassen, dann durch ein Mulltuch abseihen und in eine Flasche füllen. Lichtgeschützt und kühl aufbewahren.

Der Essig passt auch gut zu herbstlichen Salaten.





Dienstag, 19. Juli 2022

Neue Termine für Wildpflanzenwanderungen und Naturkosmetikkurs

Für die Volkshochschule Leer, Außenstelle Hesel, biete ich im Herbst vier Wildpflanzenwanderungen und einen fünfteiligen Kurs Naturkosmetik an. 

Termine der Wanderungen: 18.09.2225.09.2202.10.22 und 09.10.22, jeweils um 13 Uhr 45.

Treffpunkt ist der Parkplatz an der Hauptstraße in Neukamperfehn direkt am Waldrand


Kurstermine "Wir stellen Naturkosmetik selber her": 01.11.22, 08.11.22, 15.11.22, 22.11.22, 29.11.22, jeweils von 19-21 Uhr in der Villa Popken in Hesel.

Bitte melden Sie sich für die Wanderungen und den Naturkosmetikkurs über die Links hier im Text direkt bei der VHS Leer (AS Hesel) an.



 

Sonntag, 17. Juli 2022


Erntezeit für die Samen der Knoblauchsrauke



Jetzt ist die Erntezeit für die Samen der Knoblauchsrauke, sie müssen schwarz sein, dann sind sie richtig reif. Knoblauchsrauke ist eine sehr leckere und gesunde Wildpflanze, die auch sehr gut im eigenen Garten angesiedelt werden kann, am Rand von Gehölzen oder entlang von Hecken fühlt sie sich wohl. 

Aussaatzeit ist der Herbst, die Knoblauchsrauke ist ein Kaltkeimer. In milden Wintern erscheinen schon Anfang März, manchmal auch Ende Februar die ersten zarten Blättchen:




Die Blätter der Knoblauchsrauke haben eine eher milde Schärfe und hinterlassen keinen Knoblauchsgeruch. Zusammen mit Kürbiskernen wird ein sehr leckeres und wunderbar grünes Pesto daraus. Die Samen sind sehr scharf, man kann aus Ihnen einen superscharfen Senf herstellen.




 

Mittwoch, 13. Juli 2022

Jetzt beginnt die Erntezeit für Brennnesselsamen






Brennnesselsamen sind ein echtes "Superfood". Sie enthalten sehr viele wichtige Mineralien und Spurenelemente sowie wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

So schön grün schmecken die Samen am besten. Trocknen sollte man sie an der Luft ohne Sonneneinstrahlung, z.B. auf einem alten Bettlaken ausgebreitet, oder im Dörrgerät bei maximal 40° C. Wenn die Samen richtig trocken sind, werden sie von den Stängeln abgerebelt. Gut getrocknet  und kühl und lichtgeschützt aufbewahrt sind die Samen problemlos mindestens bis zur nächsten Ernte haltbar. Man kann sie in Salaten, Müsli, Butter, Quark oder Frischkäse verwenden, oder auch im Brot oder herzhaften Kleingebäck mitbacken.

Willkommen auf meinem Blog

Wildpflanzen sind eine leckere und gesunde Bereicherung unseres Speiseplans. Auf diesem Blog stelle ich verschiedene Pflanzen vor und informiere über Termine für meine Wildpflanzenwanderungen und anderen Kurse (z.B. Naturkosmetik). 

Für Gruppen, Vereine, Schulklassen etc. biete ich Wanderungen  oder auch Wildpflanzen-Kochkurse nach Vereinbarung an.





 

Mit Laubmehl backen

  Bei meinen Wildpflanzenwanderungen ernte ich vielfach Staunen, wenn ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erzähle, dass man aus Laub Meh...